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Jodmangel in Deutschland – betrifft es wirklich nur Veganer?

Veröffentlicht von Steffen am 11. Dezember 2017
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Jodmangel in Deutschland - betrifft es wirklich nur Veganer?

(Dieser Beitrag wurde zuletzt fachlich geprüft und aktualisiert am  09.04.2026.)

Was erwartet Sie in diesem Beitrag?

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie es tatsächlich um die Jodversorgung steht, warum eine rein pflanzenbasierte Ernährung oft kritisch betrachtet wird – und weshalb ein genauerer Blick zeigt, dass die Realität deutlich komplexer ist.
Dieser Beitrag soll keine Anleitung sein, sondern zum Nachdenken und eigenständigen Handeln anregen.

Warum ich bewusst nicht von „vegan“ spreche

Ich spreche im Folgenden bewusst von einer vollwertigen, rein pflanzenbasierten, fettarmen Ernährung und nicht von einer „veganen“ Ernährung.

Warum?

Weil „vegan“ nicht automatisch gesund bedeutet.
Auch eine vegane Ernährung kann hochverarbeitet, nährstoffarm und unausgewogen sein.
Ich beziehe mich daher auf die Aussagen verschiedener internationaler Fachgesellschaften (u. a. aus den USA, Kanada und Australien), die bestätigen:

Eine gut geplante, rein pflanzenbasierte Ernährung ist in jeder Lebensphase geeignet.

Jod – ein unterschätztes Spurenelement

Jod ist essenziell für:

  • die Funktion der Schilddrüse
  • hormonelle Regelkreisläufe
  • zahlreiche Stoffwechselprozesse

Wie viel Jod braucht ein Erwachsener täglich?

Die WHO empfiehlt eine tägliche Aufnahme von etwa 150–200 µg Jod.

Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss können langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Welche Probleme zum Beispiel?

  • Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Funktionsstörungen
  • im Extremfall auch Tumorerkrankungen

Warum sich Omnivore meist keine Gedanken machen müssen

Solange regelmäßig konsumiert werden:

  • Milchprodukte
  • Eier
  • Fisch
  • Brot und Backwaren
  • verarbeitete Lebensmittel

… ist die Jodversorgung in Deutschland meist gesichert.

Der Grund:


Viele dieser Produkte sind künstlich jodiert oder enthalten Jod über Tierfutter.

Die eigentliche Frage lautet daher oft nicht:

„Habe ich genug Jod?“

sondern eher:

„Habe ich vielleicht zu viel?“

Und gerade in Regionen wie Landsberg am Lech, Kaufering oder Mering zeigt sich in der Praxis immer wieder, wie unterschiedlich die Jodversorgung tatsächlich ist.

Die Herausforderung bei pflanzenbasierter Ernährung

Wer sich vollwertig pflanzenbasiert ernährt:

  • nutzt weniger verarbeitete Produkte
  • kocht frisch
  • reduziert „versteckte“ Jodquellen

Ergebnis: 
Die Jodversorgung muss bewusst sichergestellt werden.

Aber:


Das ist kein Problem – wenn man weiß, wie.

Jodiertes Salz – Lösung oder Problem?

Jodiertes Salz wird häufig als Hauptquelle empfohlen.

Rechnen wir kurz:

  • ca. 18–20 µg Jod pro Gramm Salz
  • Bedarf: ca. 200 µg/Tag

Das entspricht etwa 10–12 g Salz täglich

Problem:

  • WHO empfiehlt max. 4–5 g Salz/Tag
  • Höherer Konsum erhöht das Risiko für:
    • Bluthochdruck
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Schlaganfall


Fazit:


Jod über Salz zu decken ist keine optimale Lösung

Meeresalgen – die bessere Alternative?

Algen sind eine natürliche Jodquelle.

Typische Werte:

  • Nori: ca. 30–45 mg/kg
  • Wakame: ca. 90–185 mg/kg
  • Kombu: bis über 4000 mg/kg

Bedeutet:

  • kleine Mengen reichen aus
  • große Unterschiede je nach Sorte

Was Studien zeigen

Einerseits, zeigen sie deutliche Unterschiede im Jodgehalt bei ein und derselben Algenart aber verschiedener Herkunftsländer.

Es wurden aber auch unterschiede in ein und der selben Algenart in Studien verschiedener Jahre festgestellt: 

 

Die oben gezeigten Tabellen aus verschiedenen Studien zeigt ganz klar:

  • starke Schwankungen im Jodgehalt
  • aber auch: kontrollierbare Mengen möglich

Wichtig:

  • Nährwertangaben beachten
  • nicht „blind“ konsumieren

Ein oft übersehener Punkt

Während bei Algen:

  • Warnhinweise
  • genaue Angaben
  • klare Empfehlungen

vorhanden sind…

fehlen diese Informationen bei:

  • Brot
  • WurstMilchprodukten
  • Fertiggerichten

Hier kennt kaum jemand den tatsächlichen Jodgehalt.

Ein interessanter Mechanismus

Bestimmte Gemüsesorten (z. B. Kreuzblütler wie Brokkoli oder Kohl) enthalten sogenannte Goitrogene.

Diese können die Jodaufnahme regulieren.
Das bedeutet:
👉 Eine Kombination aus:

  • Algen (Jodquelle)
  • Gemüse (regulierender Effekt)

kann ausgleichend wirken, so dass der Konsum von zu viel Jod, durch sehr jodhaltige Algen keine Schilddrüsenüberfunktionen verursacht, wenn diese Algen als Suppe gekocht gleichzeitig mit „Goitrin“ enthaltenem Gemüse verzehrt werden.

Fazit

Bei einer gut geplanten, vollwertigen, pflanzenbasierten Ernährung:

  • ist eine ausreichende Jodversorgung möglich
  • ohne übermäßigen Salzkonsum

  • und ohne versteckte Zusatzquellen

Algen stellen dabei eine sinnvolle, natürliche Alternative dar – vorausgesetzt, sie werden bewusst eingesetzt.

Eine berechtigte Frage zum Schluss

Wenn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung sich pflanzenbasiert ernährt,
 gleichzeitig aber ein großer Anteil der Gesamtbevölkerung Schilddrüsenprobleme entwickelt:

Ist es dann wirklich gerechtfertigt, reflexartig nur diese Ernährungsform zu kritisieren?

 

Unterstützung & weiterführende Informationen

Wenn Sie Ihre Ernährung bewusst gestalten und mögliche Nährstofflücken vermeiden möchten, unterstütze ich Sie gerne dabei.

Viele meiner Patienten aus Landsberg am Lech, Kaufering und Mering kommen genau mit solchen Fragestellungen zu mir.

Eine individuell angepasste Ernährungsstrategie kann hier entscheidend sein.

Quellen:

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. , Referenzwert Jod, https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/
  2. Jodmangle verursacht viele Erkrankungen, https://www.jod.de/jod-mangel/jodmangel-verursacht-viele-krankheiten
  3. Tai Sheng Yeh, Nu Hui Hung, Tzu Chun Lin, Science Direct, Analysis of iodine content in seaweed by GC-ECD and estimation of iodine intake, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1021949814000155
  4. Referenzwerte für die tägliche Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/natrium-chlorid-kalium/
  5. Referenzwerte für die tägliche Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., Natrium (Salz) www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/natrium/
  6. Die Geschichte der Jodmangelprophylaxe in Deutschland, Zwangsjodierung der Bevölkerung durch den Staat, https://www.jod.de/zwangsjodierung/die-geschichte-der-jodmangelprophylaxe-in-deutschland
  7. Bundesinstitut für Risikobewertung, 09.02.2021, Artikel: Jodversorgung in Deutschland wieder rückläufig - Tipps für eine gute Jodversorgung, https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/jodversorgung-in-deutschland-wieder-ruecklaeufig-tipps-fuer-eine-gute-jodversorgung/
  8. Wen-Harn Pan, Hsing-Juan Wu, Chih-Jung Yeh, et all, Diet and health trends in Taiwan: comparison of two nutrition and health surveys from 1993-1996 and 2005-2008, Nationanl Library of Medicine, 2011, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21669593/
  9. Michael Greger M.D.FACLM, Aug. 10,2015, Nutritionfacts.org, High Blood Pressure may be a choice, https://nutritionfacts.org/video/high-blood-pressure-may-be-a-choice/
  10. P.M.Schumm-Dräger, J.Feldkamp, Schilddrüsenerkrankung in Deutschland, PrävGesundheitsforum 2007, Springer Medizin Verlag, https://www.jodmangel.de/broschuerenbestellung/pdf/11553_2007_77_OnlinePDF.pdf
  11. Amit Bhargava, Hypothyroidism: To Screen or not to Screen, that is the Question?, Journal ot Thyroid Diusorder & Therapy 2016, https://www.longdom.org/open-access/hypothyroidism-to-screen-or-not-to-screen-that-is-the-question-2167-7948-1000e126.pdf
  12. Richard Lux und Ulla Walter, Stiftungslehrstuhl Prävention und Rehabilisation in der System- und Versorgungsforschung, Hannover, Ernährungs-Umschau 52, Heft 11, 2005, Präventionsstrategien durch Anreicherung von Grundlebensmitteln mit Iod, Fluorid und Folsäure: eine Chronologie, https://ernaehrungs-umschau.de/wp-content/uploads/2026/free_pdfs/EU11_444_447.pdf

 

 

Dieser Beitrag wurde zuletzt fachlich geprüft und aktualisiert am 9. April 2026

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