Bluthochdruck – was verursacht die Fließbehinderung?
Bluthochdruck – was verursacht die Fließbehinderung des Blutes?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt fachlich geprüft und aktualisiert am 14. April 2026)
Was erwartet Sie in diesem Beitrag?
In diesem Beitrag erfahren Sie,
- welche Rolle die Fließeigenschaften (Viskosität) des Blutes beim Bluthochdruck spielen
- wie äußere und innere Faktoren den Blutfluss beeinflussen
- warum die Gesundheit der Blutgefäße entscheidend ist
- und welchen Einfluss die Ernährung auf die Entstehung von Bluthochdruck haben kann
In meinem Blogbeitrag vom 25.01.2018 habe ich unter anderem erwähnt, dass ein essenzieller Bluthochdruck durch Veränderungen der Blutgefäßwände sowie durch veränderte Fließeigenschaften des Blutes entstehen kann.
Doch wie genau verändern sich diese Fließeigenschaften – und ist unser Blut nicht ohnehin ständig im Wandel?
Die klare Antwort lautet: Ja.
Unser Blut und seine Zusammensetzung verändern sich kontinuierlich. Damit verändern sich auch Viskosität und Fließverhalten. Diese Prozesse werden durch eine Vielzahl äußerer und innerer Faktoren beeinflusst.
Da eine vollständige Betrachtung den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde, konzentrieren wir uns hier auf die wichtigsten Aspekte im Zusammenhang mit der Entstehung von essenziellem Bluthochdruck.
👉 Als essenzieller Bluthochdruck wird jene Form bezeichnet, die nicht auf eine konkrete Organerkrankung zurückzuführen ist – und das betrifft rund 98 % der Fälle in Deutschland.
Äußere Faktoren: kurzfristige Veränderungen des Blutdrucks
Bestimmte äußere Einflüsse können den Blutdruck kurzfristig erhöhen.
Dazu zählen unter anderem:
- Flüssigkeitszufuhr (Menge und Art)
- Kaffee oder andere stimulierende Getränke
- hohe Temperaturen (z. B. im Sommer über 27 °C)
- körperliche Aktivität und Schwitzen
Wenn der Körper Flüssigkeit verliert, „verdickt“ das Blut – die Viskosität steigt.
Das kann kurzfristig zu einem erhöhten Blutdruck führen.
➡️ Die gute Nachricht:
Diese Effekte sind meist vorübergehend und lassen sich einfach regulieren:
- ausreichend trinken
- Abkühlung suchen
- Belastung anpassen
Der Körper sendet frühzeitig Signale wie Durst, um gegenzusteuern.
Innere Faktoren: die Rolle der Blutgefäße
Neben äußeren Einflüssen spielen innere Regulationsmechanismen eine entscheidende Rolle.
Hier kommt ein oft unterschätzter Bereich ins Spiel:
👉 die Endothelzellen der Blutgefäße
Diese Zellen bilden die innerste Schicht der Gefäßwand und stehen in direktem Kontakt mit dem Blut.
Aufbau der Blutgefäße (kurz erklärt)
Unsere Blutgefäße bestehen aus drei Schichten:
- Tunica intima
→ innere Schicht mit Endothelzellen - Tunica media
→ Muskelschicht zur Regulation von Weite und Spannung - Tunica externa
→ äußere Stabilisierungsschicht aus Bindegewebe
Für die Entstehung von Bluthochdruck sind vor allem die inneren Schichten entscheidend.
Das Endothel – ein unterschätztes Organ
Würde man alle Endothelzellen eines gesunden Menschen ausbreiten, ergäbe sich eine Fläche von etwa 6–8 Tennisfeldern.
👉 Damit ist das Endothel das größte „endokrine Organ“ des Körpers.
Seine Aufgaben:
- Analyse der Blutzusammensetzung
- Steuerung der Gefäßweite
- Freisetzung wichtiger Botenstoffe
Stickstoffmonoxid – Schlüssel für gesunde Gefäße
Endothelzellen produzieren Stickstoffmonoxid (NO) – ein entscheidender Stoff für:
- gleichmäßigen Blutfluss
- Erweiterung der Gefäße
- Schutz vor Ablagerungen
- Hemmung von Entzündungen
Google-Block: Warum steigt der Blutdruck langfristig?
Eine dauerhaft ungesunde Lebensweise – insbesondere eine typische westliche Ernährung (viel tierisches Fett, Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel) – kann:
- Endothelzellen schädigen
- die NO-Produktion reduzieren
- Entzündungen fördern
- Ablagerungen (Plaque) begünstigen
Ergebnis:
Das Blut fließt schlechter → der Körper reagiert mit erhöhtem Blutdruck, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Langfristige Folgen für die Gefäße
Bereits bei Kindern im Alter von 11–12 Jahren lassen sich erste Gefäßveränderungen nachweisen.
Mit zunehmendem Alter kann die funktionierende Endothelfläche drastisch abnehmen.
Weniger gesunde Endothelzellen bedeuten:
- schlechtere Gefäßregulation
- erhöhte Entzündungsneigung
- schlechtere Fließeigenschaften des Blutes
Der Körper versucht, dies zu kompensieren – durch Bluthochdruck.
Medikamente vs. Ursachen
In der klassischen Medizin werden häufig blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt.
Das ist wichtig, um akute Risiken zu reduzieren:
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Nierenversagen
Allerdings:
Diese Therapie behandelt nicht die eigentliche Ursache.
Der entscheidende Ansatz: Gefäße schützen und regenerieren
Der nachhaltigere Weg ist:
👉 Schädigungen der Gefäße vermeiden und Regeneration fördern
Studien zeigen:
Eine vollwertige, pflanzenbasierte, fettarme Ernährung kann:
- Endothelzellen schützen
- Gefäßschäden reduzieren
- die Gefäßfunktion verbessern
- den Blutdruck langfristig senken
Empfehlung: Dokumentation „Gabel statt Skalpell“
Die Dokumentation Gabel statt Skalpell zeigt anschaulich:
- den Zusammenhang zwischen Ernährung und Bluthochdruck
- wissenschaftliche Hintergründe
- praktische Beispiele aus der Medizin
Sie können diese Dokumentation:
- selbst erwerben
- oder gemeinsam mit mir in der Praxis ansehen und besprechen
Fazit: Bluthochdruck verstehen – und an der Ursache ansetzen
Bluthochdruck ist häufig keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Zeichen dafür, dass:
- die Gefäße geschädigt sind
- die Fließeigenschaften des Blutes beeinträchtigt sind
Der Körper erhöht den Druck, um weiter funktionieren zu können.
Die entscheidende Frage ist daher nicht nur:
Wie senke ich den Blutdruck?
Sondern:
Warum ist er überhaupt erhöht?
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Wenn Sie aus der Region
Landsberg am Lech, Mering oder Kaufering kommen und:
- Ihren Blutdruck ganzheitlich betrachten möchten
- Ihre Ernährung umstellen wollen
- Ihre Gefäßgesundheit aktiv verbessern möchten
unterstütze ich Sie gerne persönlich in meiner Praxis.
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Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch und gehen Sie den ersten Schritt:
- individuelle Analyse Ihrer Situation
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