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Bluthochdruck – eine normale Alterserscheinung oder doch eine Warnung?

Veröffentlicht von Steffen am 25. Januar 2018
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Bluthochdruck – eine normale Alterserscheinung oder doch eine Warnung?

(Dieser Beitrag wurde fachlich geprüft und aktualisiert am 23.03.2026.)

Was Sie in diesem Beitrag erfahren

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • warum Bluthochdruck kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom ist
  • welche Ursachen wirklich dahinterstecken
  • warum Medikamente häufig nur die Folgen behandeln
  • und was Sie konkret selbst tun können, um Ihren Blutdruck zu verbessern

Ein aktueller Anlass: Verunsicherung durch neue Grenzwerte

In einem Gespräch mit einer jungen Patientin kamen wir kürzlich auf das Thema Bluthochdruck zu sprechen.

Sie bezog sich auf einen Artikel (Spiegel Online, 14.11.2017), in dem berichtet wurde, dass amerikanische Fachgesellschaften – darunter die American Heart Association – die Grenzwerte für normalen Blutdruck gesenkt haben.

Die mediale Darstellung war entsprechend reißerisch:

– Über Nacht seien plötzlich Millionen Menschen zu Bluthochdruckpatienten geworden.

Die Folge: Verunsicherung.
Und der Verdacht: ein Trick der Pharmaindustrie.

Eine verständliche Reaktion – aber sie greift zu kurz.

Bluthochdruck ist kein Problem – sondern ein Symptom

Bluthochdruck ist in den meisten Fällen keine eigenständige Krankheit.

– Er ist ein Symptom.

Ein Hinweis darauf, dass:

  • die Blutgefäße bereits geschädigt sind
  • der Blutfluss nicht mehr optimal funktioniert
  • Organe, Muskeln und Zellen nicht ausreichend versorgt werden

Der Körper reagiert darauf, indem er den Druck erhöht, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.

– Bluthochdruck ist also oft ein Kompensationsmechanismus.

Wie entstehen geschädigte Blutgefäße?

Die Ursachen sind in der Regel gut bekannt:

  • fettreiche Ernährung
  • zu viele tierische Produkte
  • zu wenig Ballaststoffe
  • hoher Zuckerkonsum
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol und Rauchen

Diese Faktoren führen zu:

  • Schädigung des Endothels (Gefäßinnenwand)
  • Bildung von Plaques (Ablagerungen)
  • Verengung der Gefäße (Arteriosklerose)
  • verminderter Elastizität

Die Folge:

– Der Körper muss den Druck erhöhen, um die Versorgung sicherzustellen.

Was passiert im Körper genau?

  • Fett im Blut verlangsamt den Blutfluss
  • Stickstoffmonoxid kann schlechter gebildet werden → Gefäße verlieren ihre Fähigkeit zur Erweiterung
  • oxidativer Stress schädigt die Gefäßwände
  • Plaque lagert sich ab und verengt die Gefäße

Im schlimmsten Fall:

  • Plaque reißt auf → Thromben entstehen
  • Gefäßverschluss → Herzinfarkt
  • Gefäßriss → Schlaganfall

Medikamente – Lösung oder Symptomkontrolle?

Blutdrucksenkende Medikamente greifen in diese Prozesse ein.

Sie:

  • blockieren Hormone
  • beeinflussen die Gefäßspannung
  • verändern den Wasser- und Elektrolythaushalt

– Sie senken den Blutdruck.

Aber:

– Sie beheben nicht die Ursache.

Die Gefäßschädigung bleibt bestehen.


Warum zu starkes Senken problematisch sein kann

Ein zu stark gesenkter Blutdruck kann:

  • die Durchblutung verschlechtern
  • Organe unterversorgen
  • Müdigkeit, Leistungsschwäche und kognitive Probleme fördern

Das Problem:

– Der Druck wird reduziert, aber die „Leitungen“ bleiben verengt.


Der entscheidende Ansatz: Ursache beheben

Die logische Konsequenz ist:

– nicht nur den Druck senken
– sondern die Gefäße verbessern

Das bedeutet:

  • Ernährungsumstellung
  • mehr Bewegung
  • nachhaltige Lebensstiländerung

Studien und praktische Erfahrungen zeigen:

– Blutdruck kann sich oft innerhalb von Tagen bis Wochen verbessern

Was Sie konkret tun können

Ein sinnvoller erster Schritt:

Blutdruck selbst messen

  • regelmäßig zu Hause messen
  • zu unterschiedlichen Tageszeiten
  • Werte dokumentieren

Warum?

  • keine „Weißkittel-Effekte“
  • realistischere Werte
  • bessere Grundlage für Entscheidungen

Richtige Messung

  • ruhige Umgebung
  • 10–20 Minuten vorher entspannen
  • Arm auf Herzhöhe lagern
  • keine Gespräche während der Messung

Medikamente – wann sie sinnvoll sind

Natürlich gibt es Situationen, in denen Medikamente notwendig sind.

Aber:

– Sie sollten nicht die erste und einzige Maßnahme sein

Gerade bei moderatem Bluthochdruck lohnt sich oft:

– ein gezieltes 3-Monats-Experiment mit Lebensstiländerung

Die Realität

Viele Menschen beginnen:

  • Medikamente zu nehmen
  • aber ändern nichts an Ernährung und Lebensstil

Das bedeutet oft:

lebenslange Einnahme

  • steigendes Risiko für Folgeerkrankungen

Fazit

Bluthochdruck ist in den meisten Fällen:

  • kein Zufal
  • keine Alterserscheinung
  • sondern ein Warnsignal

Ein Hinweis darauf, dass:

– der Lebensstil angepasst werden sollte

Die gute Nachricht:

Sie können aktiv etwas dagegen tun

  • durch Ernährung
  • durch Bewegung
  • durch bewusste Entscheidungen

Geben Sie Ihrem Körper eine Chance

Wenn bei Ihnen erhöhter Blutdruck festgestellt wurde und kein Notfall vorliegt:

– Geben Sie sich und Ihrem Körper eine Chance

Testen Sie für einige Monate:

  • eine vollwertige, pflanzenbasierte, fettarme Ernährung
  • regelmäßige Bewegung

Sie haben nichts zu verlieren –
aber sehr viel zu gewinnen.

Möchten Sie mehr erfahren?

Weitere wichtige Zusammenhänge finden Sie hier:

  • Meta-Entzündungen – die stille Ursache vieler Erkrankungen
  • Gesunde Blutgefäße – Grundlage für ein langes Leben
  • Insulinresistenz und Stoffwechselstörungen verstehen

Wenn Sie in Landsberg am Lech, Kaufering, Mering oder Umgebung wohnen und Ihre Ernährung gezielt umstellen möchten, unterstütze ich Sie gern.

Schreiben Sie mir eine E-Mail oder kontaktieren Sie mich direkt.

Quellen:

35 Millionen Menschen sind über Nacht krank geworden - Spiegel online vom 14.11.2017
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/bluthochdruck-usa-senken-richtwerte-fuer-blutdruck-a-1177880.html

Bryan Williams , Neil R Poulter , Morris J Brown , Mark Davis , Gordon T McInnes , John F Potter , Peter S Sever , Simon McG Thom (13.03.2004)
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Dr.med.McDougall, Over-treat Your Blood Pressure and You Could Die Sooner
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Michael Greger M.D. FACLM (01.Juni 2015) Physicians May Be Missing Their Most Important Tool
https://nutritionfacts.org/video/physicians-may-be-missing-their-most-important-tool/

 

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